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Energetische Quartiersanierung

Energie sparen – Kosten senken

 

QS on tour beginnt 2. Runde in Germerode und kommt auch noch nach Netra

 

Werra-Meißner-Kreis. Im Vergleich zu den Preisen vom Sommer 2021 haben sich die Strompreise bis jetzt um bis zu 30 Prozent erhöht. Der Gaspreis und der Preis für Holzpellets haben sich mehr als verdoppelt, der Ölpreis hat sich verdreifacht. "Ich gehe davon aus, dass die Preise nicht mehr auf das Niveau von 2021 sinken, sondern hoch bleiben werden", sagte Armin Raatz, KEEA GmbH, zu Beginn seines Vortrages über das Energiesparen.

 

Die aktuelle Situation hat das Team der Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis aufgegriffen und bringt es auf seiner Sommertour in der Veranstaltungsreihe "QS on tour" direkt mit in die Quartiere. Schon zwei Stunden vor Beginn der Abendveranstaltungen in Germerode standen Sanierungsmanager Werner Jäschke, Kümmerer und Ortsvorsteher Wolfgang Stricker sowie Armin Raatz vor dem Dorfladen und konnten erste Fragen der Interessenten beantworten. "Wir laden alle zum anschließenden Vortrag ein, denn wer weiß, wo gespart werden kann, hat am Ende auch mehr Geld, um größere Maßnahmen umsetzen zu können", sagte Werner Jäschke.

 

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Tatsächlich gab es im Vortrag interessante und einfache Tipps über Einsparmöglichkeiten bei Wärme und Kälte, Licht und Strom sowie der Mobilität. "Wir müssen jetzt den CO2-Ausstoß absenken, weniger verbrauchen, mehr sparen. Jeder kann etwas dazu beitragen, denn schon kleine Verhaltensänderungen können bis zu 15 Prozent Einsparpotential bedeuten", so Raatz.

 

Die Heizkörpernischen zu dämmen, bringt eine enorme Energieeinsparung, bis zu 90 Prozent”, so der Energiesparexperte Raatz. Dass die Heizungsanlage gewartet, optimal eingestellt und ein hydraulischer Abgleich gemacht werden müsse, um Energie zu sparen, seien zudem einige technische Stellschrauben, an denen aber der Fachmann drehen sollte. Die Möbel nicht vor die Heizkörper zu stellen, das Stoßlüften, der Austausch von Duschköpfen von wassersparenden Modellen nutzen, darauf sollten Verbraucher:innen achten. "Tauschen sie die Glühbirnen gegen LED-Modelle aus, das spart 80 Prozent an Energie, mit abschaltbaren Steckerleisten können Geräte im Stand-by-Modus abgeschaltet werden. In Deutschland werden jährlich 22 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht, nur für die vielen Geräte, die im Stand-by-Modus laufen”, so Raatz. Das Nudelwasser im Wasserkocher und nicht im Topf zu erhitzen oder Gefriergut im Kühlschrank aufzutauen, weil die Kälte des Gefriergutes den Kühlschrank abkühlt und dieser während dieser Zeit viel weniger Strom verbraucht, sind weitere kleine Maßnahmen, die sich am Ende in Summe auch auf den eigenen Geldbeutel sowie in der Energie- und Klimabilanz erheblich auswirken.

 

Auch die Mobilität muss verändert und organisiert werden. Im Werra-Meißner-Kreis wird das bereits gemacht. Mit dem Projekt Mobilfalt oder den Ausbau von Radwegen. "Sie können Fahrgemeinschaften bilden, ein Carsharing-Angebot prüfen oder Apps zur Mobilitätsplanung prüfen", so Raatz, der zum Schluss auf die Kampagne der Bundesregierung "80 Millionen Gemeinsam für Energiewechsel" und www.co2online.de hinwies.

 

Das Thema ist aktueller denn je, das Interesse am Vortrag in Germerode und zwei Tage später in Witzenhausen war jedoch gering. Die Quartierssanierung lädt darum nochmal alle Bürger:innen ein, am Dienstag, 12 Juli 2022, "QS on tour" im Dorfgemeinschaftshaus in Ringgau-Netra zu besuchen. Ab 17.00 Uhr ist das Team vor Ort, beim anschließenden Vortrag, ab 19.00 Uhr, gibt es die großen und kleinen Spartipps noch einmal kostenlos und aus erster Hand.

 

 

 

Pressemitteilung

 

Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis

Auftakt für bundesweit einzigartiges Projekt im Werra-Meißner-Kreis via Internet

 

Eschwege. Es geht darum, den Klimaschutz voranzubringen. Gemeinsam soll die CO2-Bilanz verbessert werden durch z.B. Dämmen von Gebäuden und stärkeren Einsatz von Solarenergie und Biomasse. Das Modellprojekt "Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis" wird die Menschen im Kreis dabei unterstützen, ihr Lebensumfeld auch unter diesen Aspekten zu verbessern. Zudem bekommen Gebäudeeigentümer Informationen über aktuelle Förderprogramme von Land und Bund und darüber, wie sie diese in Anspruch nehmen können.

 

Die Besonderheiten des bundesweit einzigartigen Modellprojektes sollten von Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, des Landes, des Werra-Meissner-Kreises und der Stadt Eschwege in einer öffentlichen Auftaktveranstaltung im Rathaussaal vorgestellt werden. Aufgrund der aktuellen Situation durch das Coronavirus haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den offiziellen Start "virenfrei" im Internet durchzuführen. Am 1. April 2020, ab 10 Uhr, wird die Internetseite mit allen Informationen online sein.

 

"Wir haben nicht in jedem der sechs Quartiere einen separaten Sanierungsmanager, sondern drei für alle Quartiere. Das hat viele Vorteile für alle", erklärt der Projektleiter Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter im Werra-Meißner-Kreis. Die Beratungen können kostenlos angeboten werden, da das Modellprojekt über die KfW-Förderrichtline 432 und über das Land Hessen mit einer Förderquote von bis zu 95 Prozent zunächst drei Jahre lang gefördert wird. Zudem könnten bis zu 20 Prozent der Beratungsleistung auch außerhalb der beteiligten Quartiere erbracht werden, so Dr. Wallmann. Das Projekt sei so angelegt, dass weitere Kommunen im Kreis die Erfahrungen nutzen und mit eigenen Sanierungskonzepten in das Projekt einsteigen könnten.

 

"Das Modellprojekt gibt uns allen die Möglichkeit, modernes Wohnen und Energieeffizienz zu verbinden. Wir hoffen, dass viele Bürger unser Angebot nutzen werden", sagt Bürgermeister Alexander Heppe. Es wird beteiligten Kommunen Eschwege, Witzenhausen, Großalmerode, Meißner-Germerode, Ringgau-Netra und Herleshausen direkte Ansprechpartner geben, damit jeder, der eine Modernisierungsmaßnahme plant, den Weg zum Sanierungsmanagement findet.

 

Kreis und Kreisstadt haben ein Team aus kompetentem Fachpersonal zusammengestellt. Sie geben Antworten auf Fragen zur Gebäudesanierung, Umstellung von Heizungsanlagen, Nutzung Erneuerbarer Energien, Mobilität in den Quartieren, sie informieren mit weiteren Experten über Strategien gegen den Gebäudeleerstand, zur Stadtplanung und dem Wohnen im Alter, ein Schwerpunkt ist die Fördermittelberatung. Am Ende wird ein individueller Modernisierungsfahrplan erstellt.

 

"Dieser Plan ist ein Leitfaden, um das eigene Wohnumfeld zukunftsfähig zu gestalten. Die Reihenfolge der Maßnahmen wird vorgeschlagen, parallel dazu werden mögliche Förderprogramme für die Maßnahmen genannt", erklärt Armin Raatz, Geschäftsführer der Klima und Energieeffizienz Agentur KEEA aus Kassel, die das Projekt in einem Konsortium begleitet.

 

Ab 1. April reinschauen: www.quartierssanierung-wmk.de/quartier-germerode oder www.qs-wmk.de

 

 

Nächste Veranstaltungen:

18. 12. 2022

 
 
 
 

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